Die Dampfmaschine (1) treibt über  Riemen und Wellen alle anderen Maschinen in der Mühle an. Über das Winkelgetriebe (2) wird der Mahlgang (Mühlsteine ) angetrieben. Mit den Steinen wurde nur Futtermittel hergestellt. Die Steine mussten gelegentlich geschärft werden. Dazu wurde der tonnenschwere Läuferstein mit dem Wendebaum (4) aus dem Mahlgang gehoben. Zur Herstellung von Feinmehl (für den Bäcker) wurde das Korn in die Einfüllgosse (5) geschüttet und mit dem Kornelevator (Becherwerk) (6) ganz nach oben zu den Reinigungsmaschinen transportiert. Es durchlief zunächst die Siebtrommel (7), in der Sand und Feinstaub entfernt wurden, dann die Schälmaschine (8), in der lose anhaftende Schalen und der Keimling abgescheuert und mit Wind weggeblasen wurden, abschliessend die Bürstenmaschine(9), die den letzten Staub abbürstete. Das so gereinigte Korn wurde im Silo ( 10) gesammelt. Nach dem Abschluss der Reinigung begann die Vermahlung mit dem Walzenstuhl (11). Das zermahlene Korn wurde mit dem Mehlelevator (l2) dem Plansichter (l3) (Siebmaschine) zugeführt, der das Feinmehl aussiebte, das in der Mischmaschine ( 15) gesammelt wurde. Die nach dem ersten Vermahlen noch vorhandenen groben Teile wurden über die Transportschnecke (14) erneut dem Walzenstuhl (11) zugeführt. Dieser Vorgang des Zermahlens und Siebens wurde mehrere Male wiederholt, bis alles Mehl zerkleinert war und nur noch die Schalen (Kleie) übrig blieb.